Mit dem Grundsatzbeschluss Safe Sport stellte der Turntag klar: Das Wohl von Kindern und Jugendlichen hat im Hessischen Turnverband Vorrang vor sportlichen Leistungszielen, Wettkampferfolgen, Kaderinteressen, Vereins- oder Verbandsinteressen sowie individuellen Erwartungen von Eltern, Trainer*innen, Funktionsträger*innen oder sonstigen Beteiligten. Ebenso deutlich setzt der Hessische Turnverband seinen Modernisierungskurs fort. So beschlossen die Delegierten mit der Satzungsneufassung die Geschäftsführungsaufgaben in der Satzung zu verankern und führten die Funktion eines besonderen Vertreters gemäß § 30 BGB ein, die die bewährte Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Geschäftsstelle klarer regelt. Mit der Überarbeitung des Beitragswesens soll die Finanzstruktur transparenter gestaltet werden und mit der Schaffung einer Ethik-Kommission soll die Integrität im HTV weiter gestärkt werden und künftig den Anforderungen eines Safe Sport Codes Rechnung getragen werden.
Nach der Beschlussfassung über die Haushaltsberichte der Jahre 2023 bis 2024 sowie dem Bericht der Rechnungsprüfer wurde das Präsidium einstimmig von den rund 120 Delegierten entlastet. Bei den folgenden Wahlen wurde Ulrich Müller als Präsident einstimmig wieder gewählt. Ihm stehen als Vizepräsidentinnen weiterhin Dr. Katja Ferger, Boris Held, Dr. Annalena Mickel und Heike Schnoor zur Seite. Neu ins Präsidium gewählt wurde Oliver Weinke. Der Bensheimer ist in der Turnfamilie kein Unbekannter, er war bis 2024 bereits im Vorstand der Hessischen Turnjugend. Anschließend wurden die Delegationen sowohl für den Deutschen Turntag des DTB als auch für den Sportbundtag des Landessportbundes Hessen gewählt, die Landesfachwart*innen und Beauftragten in ihren Ämtern sowie die Wahlen der Hessischen Turnjugend bestätigt. Mit einem Ausblick auf das Hessische Landesturnfest im kommenden Jahr in Fulda und einem regen Austausch unter den Gästen und Delegierten endete der Landesturntag am frühen Nachmittag.











