Der HTV-Arbeitskreis "Vorführungen"

Großraumvorführungen haben eine lange Tradition und sind im Hessischen Turnverband fest verankert. Bei Veranstaltungen wie Landesturnfesten, Deutschen Turnfesten und Internationalen Turnfesten (z.B. Weltgymnastraden) zeigen Großgruppen, die mehrere hundert Teilnehmer umfassen, mit klassischen oder alternativen Handgeräten sowie tänzerischen Elementen gemeinsame Choreografien zu selbst gewählter Musik.

Wir über uns ...

Harmonie zwischen Musik und Bewegung, das Erarbeitetet einem großen Publikum zeigen und damit seine Träume leben zu dürfen - das alles hat uns zusammengeführt und unsere Arbeit geprägt.

Wir sind Gymnastinnen und Gymnasten aus rund 50 hessischen Sportvereinen und sieben Mitgliedern des Arbeitskreises "Vorführungen".

Unsere Treffen sind langfristig fokussiert auf das Hessische Landesturnfest 2019 in Bensheim/Heppenheim und die 16. Weltgymnaestrade 2019 in Dornbirn.

Termine

Zur Präsentation unseres neuen Projektes "Die Welt der Musicals", eine Performance aus Gymanstik, Tanz und den Trendsportarten, treffen wir uns zu unserem 1. Lehrgang 2018 am Samstag, 03. März 2018 hier:

Sporthalle Buchenbusch
Ulmenweg 5-7
63263 Neu-Isenburg

Weitere Termine:
2. Lehrgang: 09.06.2018
3. Lehrgang: 25.08.2018
4. Lehrgang: 17.11.2018

Von Massenfreiübungen zu Großraumvorführungen

Der Ursprung der Großraumvorführungen ist zurückzuführen auf die Massenfreiübungen und die später daraus entwickelte Festgymnastik. Bereits 1860 gab es die Massenfreiübungen der Teilnehmer beim 1. Deutschen Turn- und Jugendfest in Coburg. Freiübungen wurden zu diesem Zeitpunkt über Jahre hinaus als Ausdruck der Einheit und Zusammengehörigkeit der Turner und somit als wichtigster Teil eines Turnfestes angesehen. Erstaunliche Teilnehmerzahlen gab es 1923 in München. Dort wurden 30.000 Turner und 10.000 Turnerinnen für die Freiübungen notiert. In Breslau 1938 steigerten sich die Zahlen bei den Massenvorführungen auf 70.000 Männer und Frauen. Veranstaltungsorte waren Großflächen und Stadien. Ab 1948 wurden im Westen Deutschlands die Teilnehmerzahlen für die Massenvorführung im Stadion eher geringer, denn so nach und nach gab es spezifische Darbietungen wie Lehr-, Schau- und Sondervorführungen, aber auch schon eine Festgymnastik. Die später ausgeschriebene Festgymnastik mit vorgegebenen Bewegungsabläufen wurde mit Teilnehmern aus allen Landesturnverbänden vor Ort zusammengefügt. Es war ein Event, das 1987 in Berlin schließlich nochmals rund 12.000 Teilnehmer auf den Rasen führte. In den 80er Jahren spezifizierten sich die Turnfestangebote immer weiter und die Massenübungen verloren an Bedeutung. Es rückten die choreographierten Großraumbilder in den Fokus der Bewegungen.

Die aktuellen Großraumvorführungen haben mit den Massenübungen nicht mehr viel gemeinsam. Waren bei tausenden Teilnehmern die exakten identischen Bewegungsabläufe der wichtigste Aspekt, treten heute thematisch ausgefeilte Choreographien zusammen mit guter bis sehr guter Bewegungsqualität in den Vordergrund.

Lena Bauer
Werkstudentin

Geschäftsstelle Frankfurt
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Weitere Informationen

Alle Informationen rund um das Fachgebiet Gymnastik, Gymnastik und Tanz und DTB-Dance gibt es hier:

Impressionen