15 Medaillen räumen hessische Turner ab

| Erstellt von Katharina Griesel | Gerätturnen männlich Sport

Neun hessische Turner sammelten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften am vergangenen Wochenende in Unterföhring sensationelle vier Gold-, sieben Silber- und vier Bronzemedaillen. "Wir sind in allen Altersklassen vorne dabei. Das zeigt, dass wir breitgestreut aufgestellt und uns nicht auf einzelne Altersklassen fokussieren", resümierte Landestrainer Dirk Speier die guten Resultate.

Dazu gab es in der AK 12 einen dreifachen Sieg, angeführt von Jack Hatch (Eintracht Frankfurt) als neuen Deutschen Jugendmeister. Er sammelte 119,5 Punkte. Obwohl Jack gleich die ersten zwei Geräte in den Sand gesetzt hatte, konnte er sich im weiteren Verlauf des Wettkampfs jedoch stabilisieren. "Bei 14 Geräten in der AK 12 läuft nicht alles immer optimal. Da muss man sich durchkämpfen und das hat Jack eindrucksvoll gezeigt", erklärte Speier. Platz zwei belegte sein Teamkollege Ole Kauer mit 118,775 Punkten. Als Bester kam er durch die Pflicht. "Ole ist ein echter Shootingstar. Er trainiert noch nicht lange bei uns in Frankfurt. Er hat einen sehr stabilen und fehlerfreien Wettkampf gezeigt", erläuterte Speier weiter. Trainiert werden Jack Hatch und Ole Kauer von Stützpunkttrainer Dirk Staudinger im Frankfurter Landesleistungszentrum. Und auch Rang drei ging an den Hessischen Turnverband. Arne Heinz von der KTV Wetzlar erturnte 118,15 Punkte. 

In der AK 13/14 stand erst kurz vor Wettkampfbeginn fest: Jukka Nissinen von der Eintracht Frankfurt (DJM-Sieger AK 12 in 2018) turnt den Mehrkampf. Nach langer Verletzungspause wegen Rückenproblemen war seine Vorbereitung für den wichtigsten Wettkampf des Jahres nicht sicher. Doch Jukka ist ein Wettkampftyp. Als bester seines Jahrgangs wurde er in der AK 13/14 mit 127,325 Punkten Dritter. In den Gerätefinals schaffte er noch Platz eins am Reck, Rang zwei an den Ringen, Rang vier am Boden und Platz sieben am Pauschenpferd. "Jukka geht trotz verpatzter Reckkür auf Angriff. Er zeigt eine tolle Präsenz und gewinnt schließlich das Reckfinale", zeigt sich Speier beeindruckt. Als zweiter hessischer Turner wurde Daniel Roubo (Eintracht Frankfurt) Siebter mit 121,825 Punkten. Auch Daniel stand in den Gerätefinals auf dem Podest: Platz zwei am Sprung, Platz drei am Reck und Rang fünf am Boden. Als 13. und 114,075 Punkten vervollständigte der Frankfurter Gabor Sutterlüty das gute hessische Ergebnis.

Als Viertplatzierter verpasste Aslan Ün in der AK 15/16 mit 127,975 Punkten den Sprung auf das Podest. Doch auch Aslan (Eintracht Frankfurt) hatte in der Vorbereitung mit Fuß- und Handgelenksproblemen zu kämpfen. "Aslan hat eine tolle Vorstellung in der Pflicht gezeigt, in der Kür sind ihm noch  zu viele Fehler unterlaufen", konstatierte Landestrainer Speier. Mit einem schwierigen D-Flugteil wollte er am Reck punkten, konnte aber die Stange sowohl im Mehrkampf als auch im Reckfinale nicht packen. So belegte er im Reckfinale Platz sechs. Doch mit dem zweiten Platz an den Ringen und dem dritten Platz konnte auch er Edelmetall sammeln. Platz acht im Pauschenpferdfinale vervollständigte das Ergebnis. Ebenfalls in dieser AK ging Pascal Brendel (SKG Bad Homburg) an die Geräte. Pascal, der im LZ Wetzlar bei Wolfgang Hambüchen trainiert, schaffte im Mehrkampf Platz fünf. Einen Titel sicherte er sich am Pauschenpferd. Weiterhin wurde er Zweiter am Barren, Vierter am Reck, und jeweils Sechster am Boden und den Ringen. 

In der AK 17/18 hatte sich Niklas Neuhäusel in seinem letzen Jahr bei den Junioren viel vorgenommen. Jedoch erwischte der Frankfurter Turner einen schwarzen Tag im ersten Kürdurchgang. "Niklas war super vorbereitet, doch der Freitag verlief so schlecht. Leider konnte er sein Leistungsniveau nicht erreichen", gab sich Speier natürlich etwas enttäuscht. So belegte Niklas im Mehrkampf den fünften Rang mit 143,55 Punkten. Doch am Finaltag konnte sich Niklas rehabilitieren: Im Barrenfinale ging er als Sieger hervor und an den Ringen und Reck wurde er Vizemeister. An den Pauschen folgte noch Platz acht.

Alle Ergebnisse

 

 

Die glücklichen Sieger der AK 12. Foto: Dominik Klenner