Wenn sich Barren und Bildschirm umarmen....

Joachim Schuchardt - 28. September 2017 - Innenleben

... sich Reck und Rechner küssen, dann hält die Digitalisierung Einzug im Hessischen Turnverband. Es ist genau das, was der Hessische Turnverband, oder besser wir älteren Turnerinnen und Turner so gerne mit Tradition und Moderne titulieren. Denn: Tradition und Moderne, diese Mixtur tut dem Turnen gut. Während sich die vornehmlich älteren Herrschaften mit Verantwortung in den Vereinen (wozu sich der Autor angesichts vieler Lenze jenseits der 50 wohl auch zählen muss), wohl eher dem traditionellen innerhalb der Turnerei zuwenden, ist die Turnpraxis eher in der Moderne angekommen. Nehmen wir zum Beispiel Fabian Hambüchen (Turnpraxis, jung!). Der hat zwar eher einen traditionellen Turnanzug an, seine Übungen wären aber ohne digitale Mithilfe sicher nicht so formvollendet, wie sie daherkommen. Klar, Talent braucht's auch, aber die biomechanischen Möglich- und Fähigkeiten werden in der Halle per Mausklick auseinanderseziert. Gut, das ist jetzt ziemlich hoch aufgehängt, aber: Verabreden Sie sich nicht per WhatsApp für die nächste Pilates-Stunde, gestatten sie dem Kassenwart ihres Turnvereins nicht etwa den SEPA-Einzug per Mausklick...
....Und genau deshalb will auch der HTV Digitalisieren. Neue Homepage, neuer Blog, neue Inhalte....
Nein, genau nicht, denn die bleiben dann doch gleich. Denn auch in der schönen, neuen, digitalen Welt sollten wir nicht vergessen, mit was wir es hier zu tun haben: Mit Turnen, mit Körperkunst, und mit Menschen, die sich zum Ausübung dieses Zweckes zusammengeschlossen haben. Und zwar mit der einfachen Prämisse, dass die Ausübung der Turnkunst in der Solidargemeinschaft Verein noch viel mehr Spaß macht. Modern oder tradionell, digital oder analog - egal, Hauptsache es gefällt.

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